Sonntag, 15. Dezember 2013
Bemerkungen zur Sakramentslehre
In einigen Religionen wird behauptet, es gäbe Sakramente oder "heilige" Handlungen, die im Allgemeinen nur von einem Kleriker gespendet werden dürfen. Diese Lehre, sofern sie geglaubt wird, verleiht dem Klerus eine ungeheure Macht über die einfachen Gläubigen.
Hier sollen nur die Sakramente der römisch-katholischen und der evangelisch-lutherischen Kirche im Licht der Bibel betrachtet werden. Die Bibel kennt kein einziges Sakrament!
Die Bibel lehrt klar, dass ein Mensch geistlich wiedergeboren werden muss. Da aber die Mitmenschen diese Wiedergeburt nicht sehen können, wird sie durch die Taufe symbolisiert. Der Täufling steigt in das Wasser hinab und "ertrinkt" symbolisch. (Die Taufe wurde ur- sprünglich durch vollständiges Untertauchen praktiziert.) Danach steigt er als neuer Mensch aus dem Wasser heraus. Die Taufe hat keinen Sinn, wenn der Täufling nicht zuvor die geistliche Wieder- geburt erlebt hat. Insbesondere kann die Taufe die Wiedergeburt nicht hervorbringen, denn der Geist Gottes weht, wo er will.
Ebenso ist auch das Abendmahl nur eine symbolische Erinnerung an den Tod Christi. Weder der wahre Leib noch das wahre Blut Christi ist dabei anwesend.
Wie ist das mit der Ehe?
Es gibt keine tiefere Beziehung zwischen Mann und Frau als echte gegenseitige Liebe. Ein Priester kann diese Beziehung weder segnen noch vertiefen. Ebensowenig kann dies ein Standesbeamter/eine Standesbeamte tun. Die Ehe ist lediglich ein Abkommen zwischen Mann und Frau, worin sie sich vor allem gegenseitige Treue zusichern.